Whlen Sie Ihre Bildschirmaufl�sung: Automatisch 800x600 1024x768
fwd einsatz-logo-rgb.jpg
 

Vereinsgeschichte

1. Bescheidene Anfänge nach dem 1. Weltkrieg

Genau besehen hat der Sportverein Kirchzarten keinen Geburtstag. In den Jahren 1919/1920 taten sich einige junge Leute zusammen, um Fußball zu spielen. Man traf sich auf Wieden am Dorfrand, vor allem auf der Pfarrmatte und auf dem Gelände in der Lindenau. An einem Herbsttag 1920 wurde auf diesem Gelände die Fußballbegeisterte Kirchzartener Jugend zu einer Mannschaft zusammengefasst.
Der erste Fußball wurde aus den Schäften von Militärstiefeln zusammengenäht, der zweite Ball hatte sogar Kugelform. Nur einige Spieler hatten als Schüler Höherer Schulen schon Fußball gespielt. So versteht es sich, dass bei den meisten der Eifer natürlich größer war als die Fertigkeit des Spielens.
Verständlich wird dies, wenn man weiß, dass das Fußballspiel bei uns in Deutschland ein ganz neues Spiel war, das zwar schon Ende des vergangenen Jahrhunderts von England her eingeführt und in den Städten nach und nach heimisch geworden, auf dem Lande aber weder üblich, noch erwünscht war. "Unnütze Zeitverschwendung", wetterten die Alten, "wer Fußball spielt, versimpelt", warnte die Schule.
Gleichwohl, die Kirchzartener Fußballer waren mit Begeisterung bei der Sache und trainierten tüchtig. Mit Freiburger Vereinen wurden erste Spiele ausgetragen. Die Leitung des Ganzen lag in Händen von Emil Ruh.
Der Zusammenhalt war noch lose. Es bestand weder eine feste Organisation, noch ein bestimmter Name für die Fußballgruppe.

Turnverein Kirchzarten

Gewiss gab es - zumindest seit 1907 - einen Zusammenschluss der Kirchzartener Sportler, den Turnverein (TVK). Dort wurde in Breitenarbeit das sogenannte konventionelle Turnen betrieben, also Geräteturnen und Leichtathletik. Alljährlich veranstalteten die Turner ein Fest mit Schauturnen. Mit dabei waren zum Teil auch die Fußballer. Trotzdem ist nie ein Anschluss der Fußballer an den TVK versucht oder gar vollzogen worden.

1921 FC Kirchzarten

Die Fußballer waren als Neulinge auf dem Gebiet des Sports ganz auf sich selbst gestellt. Im Jahre 1921 war man soweit, der Kirchzartener Fußballgruppe eine feste Form und ein Namen zu geben: FC Kirchzarten. Unter diesem Namen wurden Fußballspiele durchgeführt, wobei diese jeweils auf Freiburger Plätzen ausgetragen werden mussten, da das schon erwähnte Gelände in der Lindenau nicht den Vorschriften entsprach.
1922 wird als das Geburtsjahr des Vereines bezeichnet, wobei diese Jahreszahl einen Mittelwert zwischen sportlichen Anfängen und fundierter Vereinsniederschrift darstellt.

Der erste Fußballplatz auf privatem Besitz

Insbesondere im Hinblick auf ein geeignetes Spielfeld hatten die Kirchzartener Fußballer einen schweren Stand. Immer wieder musste für das Training bei Wiesenbesitzern um Erlaubnis gefragt werden. Groß war die Freude, als der Tannenwirt aus Neuhäuser am Engenwald einen Wiese als Fußballplatz zur Verfügung stellte. Dadurch war für ein Jahrzehnt der Spielbetrieb gesichert. Von da an konnte man auch Spielgegner nach Kirchzarten einladen

1924 - Vergebliche Eingabe an die Gemeinde

Im Juni 1924 wurde im Gasthaus "Zur Post" in Kirchzarten eine Mitgliederversammlung abgehalten, bei der einschließlich einer Juniorenmannschaft immerhin 38 Spieler anwesend waren. In dieser Versammlung wurde der Beschluss gefasst, das Bürgermeisteramt in einer Eingabe zu bitten, dem Verein einen Fußballplatz zur Verfügung zu stellen. In der Eingabe bezeichnete sich der FC Kirchzarten als "neugegründeter Fußballverein" und versprach der Gemeindebehörde mit "Fleiß und Fortschritt Freude zu bereiten". Das Gesuch wurde abgelehnt. Es sollten noch zehn Jahre vergehen, ehe der Wunsch der Fußballer erfüllt wurde.

FC Kirchzarten in den Sportbund DJK eingegliedert

Im Jahre 1926 wurde der FC Kirchzarten in den katholischen Sportbund "Deutsche Jugendkraft" eingegliedert. Leiter des Vereins waren - unter der Bezeichnung Präses - die jeweiligen Vikare. Als Fußballplatz wurde weiterhin das Gelände des Tannenwirtes an der Brugga benutzt. Man betrieb auch Leichtathletik und spielte Handball, aber nur zu Trainingszwecke, nicht als selbstständige Sportart. 1929 ging auch der bereits erwähnte Turnverein in der "DJK" auf.

Erste Vereinssatzung - Sportverein Kirchzarten

1934 wurde die "DJK" durch den nationalsozialistischen Staat aufgelöst, und die Fußballgruppe wurde als "Sportverein Kirchzarten" wieder ein selbstständiger Verein, der sich - jetzt auch mit passiven Mitgliedern - 1935 in einer Generalversammlung eine Satzung gab. Zum 1. Vorsitzenden wurde Fritz Wuchner gewählt. In diesem Jahre stellte die Gemeindeverwaltung ein Gelände links des Weges zum Engenwald als Fußballplatz zur Verfügung.
In den Jahren danach entwickelte sich ein reges Vereinsleben. Die Fußballmannschaften - inzwischen gab es auch eine Jugend- und AH-Mannschaft - erzielten beachtliche Erfolge, die ihren Höhepunkt darin hatten, dass sich die 1. Mannschaft das Anrecht auf den Aufstieg in die Bezirksklasse erkämpfte. Aus finanziellen Gründen musste man auf diesen Aufstieg verzichten.

Geselliges Vereinsleben

Im Vereinslokal "Zur Sonne" und anderen Gasthäusern fanden regelmäßig Spielerversammlungen statt. Ein alljährlicher Vereinsausflug förderte den kameradschaftlichen Zusammenhalt. Auch Weihnachtsfeiern in Form von Kameradschaftsabenden erfreuten die aktiven Spieler. Mit verschiedenen Mitgliedern beteiligte sich der Sportverein an der Fasnacht. Regelmäßig wurden die Generalversammlungen durchgeführt. Die Vereinsführung wechselte in kurzer Folge. 1936 wurde Josef Saier Vorsitzender , 1938 folgte ihm Willi Zimmermann in dieses Amt.

Fußballplatz an der Oberrieder Straße

Im Jahre 1938 wurde der Fußballplatz auf ein gemeindeeigenes Grundstück an der Oberrieder Straße verlegt, da der bisherige Platz am Engenwald als Wassereinzugsgebiet geräumt werden musste. Der neue Platz wurde in aller Eile von den aktiven Spielern hergerichtet und im Mai 1939 im Rahmen eines Festaktes eingeweiht.

Einbruch durch den 2. Weltkrieg

Um diese Zeit musste der Verein empfindliche Rückschläge hinnehmen. Die Mannschaften wurden durch Einberufungen zum Militärdienst stark geschwächt. Durch das Kriegsgeschehen wurde der Spielbetrieb 1939 jäh unterbrochen. Lediglich eine Juniorenmannschaft blieb bis 1943 erhalten.

Wiederbeginn nach dem 2. Weltkrieg

Entsprechend schwer war der Wiederbeginn nach Kriegsende. Die große Not ließ nur bescheidene Anfänge zu. Im Januar 1946 wurde das erste Spiel ausgetragen. Schon im Frühjahr des gleichen Jahres begann der Spielbetrieb.

VfR Kirchzarten

Inzwischen mussten auf Anordnung der Militärregierung alle Verein aufgelöst und unter neuem Namen wieder gegründet werden. Der Kirchzartener Verein gab sich im Juni 1946 den Namen "Verein für Rasenspiele", verabschiedete eine Satzung und wählte Karl Steinhart zum 1. Vorsitzenden. Am Schluß des Protokolls zur damaligen Versammlung heißt es: "Zu diesem Abend hatten sich viele versammelt, ach weibliches Geschlecht, so endete es bei Vergnügen und Tanz". Bei dieser Versammlung hatte man sich ein großes Programm vorgenommen, das vor allem vorsah, neben Fußball auch andere Sportarten, wie z. B. Tischtennis und Leichtathletik, zu betreiben. Für den Tischtennissport traf dies in besonderem Maße zu.

Anfänge des Tischtennissports

Bereits in den dreißiger Jahren waren im damaligen alten Schwimmbad die ersten Spieler mit weißen Bällen zu sehen. Doch erst nach Kriegsende 1945 kann von einem regelmäßigen Spielbetrieb gesprochen werden. Auf zusammengerückten Wirtshaustischen und mit behelfsmäßig zusammengeflickten Bällen (gute Bälle waren nur im Schwarzhandel gegen Naturalien erhältlich) wurde im Gasthaus "Fortuna" Tischtennis gespielt. Es bildete sich eine Spielgemeinschaft zu dem Zwecke, dem Tischtennissport in Kirchzarten einen festen Platz zu verschaffen und sich mit anderen Mannschaften zu messen. Dieser "TTC Kirchzarten" schloss sich 1946 dem damaligen VfR als Tischtennisabteilung an, denn nur in Verbindung mit einem bestehenden Sportverein war es nach Maßgabe der Militärregierung möglich, an den Verbandsspielen teilzunehmen.
Im VfR Kirchzarten entwickelte sich wieder ein reges Vereinsleben. Nachdem Karl Steinhart und sein Nachfolger Hans Lehmann dem Verein nur kurze Zeit als Vorsitzende zur Verfügung standen, wurde von 1949 an das Vereinsgeschehen durch besondere Tatkraft des neuen 1. Vorsitzenden, Dr. Leimenstoll, geprägt.

Instandsetzung des Sportplatzes

Noch im Jahre 1949 wurde die Instandsetzung des Sportplatzes in Angriff genommen., wobei der Einbau einer Drainage im Vordergrund stand. 1951 folgte die Installation einer Platzbeleuchtung, die durch den Verkauf von Bausteinen finanziert wurde.
Dank besonderer Aktivitäten wuchs die Bedeutung des Vereins im öffentlichen Leben der Gemeinde zusehends. Man konnte als "gleichrangig" an die Seite der beiden großen Kirchzartener Vereine - Musik - und Gesangsverein - treten.

Gründung einer Laienspielgruppe

1949 wurde eine Theatergruppe ins Leben gerufen, die die Weihnachtsfeiern des Sportvereins fortan mit großartigen Darbietungen bereicherte. Die Aktivitäten des Vereins im öffentlichen Leben der Gemeinde fanden ihren Ausdruck neben dem Theaterspiel u. a. auch darin, dass sich 1951 eine Gruppe von 38 Mann für den Ausbau der Kapelle und der Pilgergaststätte auf dem Giersberg zur Verfügung stellte. Auch an der Gestaltung der Fastnacht wirkte der Verein regelmäßig mit.

Bemühungen um neues Sportgeländes

1952 trat Kurt Mühlpforte als 1. Vorsitzender an die Stelle von Dr. Leimenstoll. Aus seiner Amtszeit verdient sein Bemühen um eine Verbesserung der der qualitativ und quantitativ längst nicht mehr entsprechenden Sportplatzverhältnisse besondere Hervorhebung.
Dieses Anliegen beschäftigte auch seinen Nachfolger Heinrich Eckenfels in besonderem Maße. Immer wieder ging der Verein mit dringlichen Eingaben auf die Gemeinde zu mit der Bitte, das Sportplatzproblem zu lösen. Verschiedene Vorschläge wurden unterbreitet, die jedoch bei der Gemeinde keine Zustimmung fanden.
Erst 1960 unter dem damaligen Vorsitzenden Albert Kromer wurde seitens des Gemeinderates der Ankauf des erforderlichen Geländes an der Oberrieder Straße und die Errichtung des neuen Sportplatzes, nunmehr als großzügige Anlage mit Umwallung, Umzäunung und Gebäudekomplex, beschlossen.

Gründung der Turnabteilung

Das Jahr 1960 bildete auch in anderer Hinsicht einen Einschnitt in die Entwicklungsgeschichte des Vereins. Die Fertigstellung der heutigen Grundschulturnhalle war der Auftakt für die Gründung der Turnabteilung, die sich im Laufe der Jahre vor allem durch die zahlreichen Breitensportgruppen zur weitaus größten Abteilung des Vereins entwickeln sollte.

Gründung der Skiabteilung

1961 folgte der Skisport. Im Zuge eines Beschlusses der Generalversammlung wurde im Herbst in einer Versammlung im "Hirschen" die Skiabteilung gegründet. Diese Abteilungsgründung folgte einem Trend, der damals viele Skisportler auf die Pisten und auch bald auf die Loipen lockte und in den folgenden Jahren geradezu zu einem Boom in Sachen Skisport führte.
Seit 1961 trägt der Verein wieder seinen alten Namen "Sportverein" - (SV Kirchzarten).

Neues Sportstadion

In den Jahren 1962/1963 entstand die neue Kirchzartener Sportanlage. Nach langer Anlaufzeit und intensiven Planungen wurden nach den Richtlinien für den Bau von Sportanlagen ein neues Spielfeld angelegt, ein Umkleidegebäude mit den erforderlichen Sanitärbereichen, Geräteräumen und Geschäftszimmer erstellt und eine Vereinsgaststätte mit zugehöriger Pächterwohnung gebaut. Der bisherige Sportplatz wurde als Spielfeld II ausgewiesen. Bescheidene "leichtathletische Anlagen" ermöglichten fortan vor allem auch der Schule eine Betätigung in diesem sportlichen Bereich.
Über den Zeitraum von über einem Jahr hinweg wurde von Kirchzartens Sportlern hoher Einsatz gefordert. Es war nämlich der Zeitpunkt gekommen, zu dem an alle der Aufruf zur Mitarbeit erging. Es galt, durch Eigenarbeit die vorausbestimmten Leistungen zu bringen. Die nachfolgenden Angaben zeugen von der erfreulichen Beteiligung vieler aktiven und passiven Mitglieder des Sportvereins, ja sogar auch von Mitgliedern anderer Ortsvereine. Bei insgesamt über 6000 Arbeitsstunden wurden u. a. folgende Arbeiten ausgeführt: Aufschütten der Stehplatzrampen - Erstellung der Barriere um den Platz 1 - Aushub von Kabelgräben - Umlegung des alten Platzes - Einzäunung des gesamten Geländes - Erstellung der Tribüne. Kirchzarten hatte für seine Jugend eine imposante Sportstätte geschaffen, eine für damalige Verhältnisse repräsentative Anlage. Im August 1963 erfolgte in Verbindung mit dem aus diesem Grunde um ein Jahr verschobenen 40-jährigen Vereinsjubiläum die feierliche Einweihung des Stadions.

40 - jähriges Vereinsjubiläum

Das 40-jährige Vereinjubiläum wurde im Rahmen eines großen Festes gefeiert. Im Festzelt bildeten ein Festbankett, ein Heimatabend und eine Sportlerpalette den kulturellen Rahmen, während Gastspiele von Racing Straßburg und der Traditionsmannschaft des FC Kaiserslautern mit Fritz Walter Höhepunkt eines umfangreichen Sportprogramms waren.
In der Zwischenzeit hatte Erich Kaiser Anfang 1962 das Amt des 1. Vorsitzenden von Albert Kromer übernommen.

Vereinsschrift "Sport und Spiel"

In das Jahr 1963 fällt auch der Beginn der Herausgabe der Vereinsschrift "Sport und Spiel", deren erste Redakteure Gerhard Denzel und Bertram Scherzinger waren.
Nachdem Bertram Scherzinger 1965 1. Vorsitzender geworden war, übernahm Gerhard Denzel - vorübergehend durch Erich Kaiser unterstützt - die alleinige verantwortliche Redaktion, die er bis heute innehat. Eine sicherlich herausragende Leistung!
In dem ereignisreichen Jahr 1963 gab sich der Verein auch eine neue Satzung und wurde als "e. V." ins Vereinsregister eingetragen.

Sommernachtsfeste

Seit der Fertigstellung des Sportstadions spielten die Sommerfeste im Stadion eine große Rolle. Diese stets gut besuchten "Sommernachtsfeste" waren über Jahre hinweg zu einer allseits beliebten geselligen Einrichtung im Kirchzartener Vereinsleben.
Nachdem Fabrikant Wilhelm Schauenberg die Materialkosten für die Überdachung des Sportstadion-Innenhofes großzügigerweise übernommen und Vereinsmitglieder des Sportvereins die Halle wiederum in Eigenarbeit mit ca. 1300 Arbeitsstunden erstellt hatten, bedeutete die bei jeder Witterung gewährleistete Durchführung der Sommerfeste für die Kirchzartener Vereine eine wichtige finanzielle Hilfe.

Hartplatzbau

Über Jahre hinweg begleitete die Sorge um den schlechten Zustand des Spielfeldes II im Sportstadion die Verantwortlichen der Fußballabteilung. Nur durch eine Neuanlage in Form eines Tennenplatzes ("Hartplatz") konnte Abhilfe geschaffen werden. Davon konnte der 1. Vorsitzende Bertram Scherzinger Bürgermeister Rieder und den Gemeinderat überzeugen. Nachdem der Gemeinderat diese Baumaßnahme bejahte, konnte der Tennenplatzbau im Jahre 1968 in zügiger Weise durchgeführt werden. Einige Hundert Arbeitsstunden durch Vereinsmitglieder waren dabei erforderlich, um die vorhandene "Leichtathletikanlage" wieder instand zu setzen und die Verschönerungsarbeiten vorzunehmen. Kirchzarten hatte damit ein großartiges Sportstadion.

Gründung der Schwimm- und Leichtathletikabteilung

1970 war die Gründung der Schwimmabteilung eine Folge des neuen Kirchzartener Freibades, während die Leichtathleten ihre Abteilungsgründung im gleichen Jahr noch nicht mit der Freude über entsprechende Anlagen verbanden, vielmehr dem Wunsch nach Selbstständigkeit aufgrund des zunehmenden Interesses an dieser Sportart folgten.
Die Schwimmer und Leichtathleten waren bis dahin in die Turnabteilung integriert. Immer dann, wenn neu hinzugekommene Sportarten eine Zeit der Festlegung und Bewährung hinter sich gebracht hatten und eine vernünftige Perspektive in Richtung Beständigkeit erkennbar war, hatte der Verein die Gründung einer neuen Abteilung für sinnvoll gehalten.

50-jähriges Vereinsjubiläum

Auch sein 50-jähriges Vereinsjubiläum hat der Sportverein Kirchzarten 1972 groß gefeiert. Über zwei Wochen hinweg stand auf dem Tennenplatz ein Festzelt, in dem u. a. bei einem großen Bunten Abend der von Funk und Fernsehen bekannte Freddy Breck die Besucher begeisterte, die Glottertäler- und andere Trachtengruppen beim Heimatabend das mit 1800 Besuchern voll besetzte Zelt in Stimmung brachten und die "Milser Buam" unter Showmaster Will Bendow bei einem Unterhaltungsabend ein buntes Programm boten. Auch das Sportprogramm erhielt zu diesem Fest ein passendes Gewicht. Fußballspiele, Volksschwimmen, Schau- und Werbeturnen, SVK-Tischtennis gegen eine Auswahl Schweizer Nationalspieler und ein Jubiläumslauf bedeuteten sportliche Höhepunkte.

Baumaßnahmen im Sportstadion

Im Laufe der 70er Jahre hat die Fußballabteilung durch verschiedene Baumaßnahmen die Anlagen des Sportstadions verbessert und aufgewertet. Immer wieder galt es, die Mitglieder des Abteilungsvorstandes, Aktive und Freunde der Abteilung für zahlreiche Arbeitseinsätze zu gewinnen.
Im Spielfeld I wurde eine Drainage eingebaut, wobei einige Hundert laufende Meter Grabarbeiten manuell durchgeführt wurden, um der Rasenfläche durch Maschineneinsatz möglichst keinen Schaden zuzufügen.
Die Sitzreihen der Tribüne wurden betoniert und das Tribünendach verlängert.
Die größte Baumaßnahme konnte nur Dank des großen Einsatzes des damaligen stellvertretenden Abteilungsleiters Matthäus Steinhauser in Angriff genommen werden. 36 jeweils 5-Meter-Stufenelemente wurden in Eigenarbeit gefertigt und als Stehplatzrampen eingebaut. Damit wurde das Fassungsvermögen des Stadions auf ca. 6000 Besucher erweitert.

Neue Sporthalle im Schulzentrum

Die Fertigstellung der neuen großen Sporthalle des Schulzentrums im Jahre 1976 rief alle Abteilungen auf den Plan. Die für den Schulsport erforderliche dreiteilige Sporthalle erhielt aufgrund der intensiven Bemühungen des Sportvereins eine wichtige Erweiterung durch den hinter der Tribüne zusätzlich erstellten Trainingsraum für die Tischtennisabteilung. Verständlicherweise war der "Kampf" um einen möglichst großen Anteil an Hallenzeiten groß.
Dank einer rücksichtsvollen Einstellung aller Beteiligten konnte eine bis heute für alle Beteiligten zufrieden stellende Lösung gefunden werden.
Für die Hallensportarten waren somit in der Sporthalle des Schulzentrums, der Turnhalle der Grundschule, der Sporthalle der Tarodunumschule in Burg und der Turnhalle in Zarten hervorragende Bedingungen geschaffen.

Goldener Ball für den Sportverein Kirchzarten

Im Jahre 1978 wurde dem Sportverein Kirchzarten eine hohe Auszeichnung zuteil. Er wurde von der Sportpresse des Landes Baden-Württemberg wegen seiner großen Erfolge im Breiten- und Leistungssport zum erfolgreichsten Sportverein des Landes gewählt und dafür mit dem "Goldenen Ball" ausgezeichnet. Anlässlich eines Festaktes im Rahmen eines großen Balles im Kurhaus Kirchzarten überbrachte Ministerpräsident Hans Georg Filbinger die Glückwünsche der Landesregierung und ehrte den erfolgreichen Sportverein Kirchzarten.

Borussia Mönchengladbach in Kirchzarten

Eine Bewährungsprobe erfuhr das erweiterte Sportstadion 1979 beim Gastspiel des gerade mit dem Titel des Europapokalsiegers im UEFA-Cup ausgestatteten mehrfachen Deutschen Fußballmeisters Borussia Mönchengladbach, in dessen Reihen beim Ablösespiel für Uli Wielandt vor über 5000 Zuschauern unter Trainer Jupp Heynckes mit Kneib, Bruns, Schäfer, Lienen, Kulik usw. berühmte deutsche Fußballgrößen standen.

Gründung der Volleyballabteilung

Mit der Gründung der Volleyballabteilung im Jahre 1979 verdeutlichte der SVK erneut seine Bereitschaft, neue Sportarten in sein Programm aufzunehmen und sein sportliches Angebot zu erweitern.

Tischtennis Deutschland Grand Prix ´80

In der neuen großen Sporthalle fand auch bald ein besonderes Tischtennisereignis statt. 1980 war die TT-Abteilung des SVK Ausrichter des Deutschland Grand Prix ´80. Mit Weltmeister Bengtsson (Schweden), Douglas (England), Orlowski (CSSR), Lu Yao Hua (China), Gergeley (Ungarn), dem Deutschen Meister Stellwag u. a. war bei diesem hervorragend besetzten Turnier ein Teil der Weltspitze am Start und begeisterte die rund 700 Zuschauer in der ausverkauften Sporthalle.

Bemühungen um die Schaffung weiterer Freisportflächen

Aufgrund der Vereinsgröße bestand inzwischen großer Bedarf an Freisportflächen. Die Fußballjugend beklagte vor allem wegen der zahlreichen Jugendmannschaften die viel zu geringen Trainingsmöglichkeiten. Noch größer war das Begehren der Leichtathleten. endlich die Anlagen zu bekommen, die für die erstaunlich leistungsstark gewordenen Athleten geeignete Trainings-, vor allem aber Wettkampfmöglichkeiten bieten würden.
Da tat das SVK-Führungstrio Bertram Scherzinger, Erhard Sigwarth und Hansjörg Eckert den entscheidenden Schritt. Man wandte sich mit großem Einsatz an die Gemeinde, vor allem aber an den Landkreis.
Dort war man bei Landrat Dr. Emil Schill und Kreisverwaltungsdirektor Adolf Götz an der richtigen Stelle. Groß war die Freude der SVK-Delegation über die entsprechende Aufnahme des vorgetragenen Anliegens. Diesen Augenblick kann man wohl als die Geburtsstunde des neuen Kirchzartener Sportstadion bezeichnen.

Das neue Sportstadion

Was über Jahrzehnte Wunschtraum war, war Wirklichkeit geworden. Die Gemeinde Kirchzarten und der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald erstellten ein Freisportflächenprogramm, das durch die Verbindung der bereits vorhandenen Anlage mit dem neu zu erstellenden Stadion zu einer imponierenden großen Freisportanlage werden sollte. Rechtzeitig zum 60-jährigen Vereinsjubiläum.

Dank an Nachbarvereine

Während der langen Bauzeit konnte die Fußballabteilung einen großen Teil des Trainings- und teilweise auch Spielbetriebs auf den Sportanlagen der benachbarten Dreisamtäler Sportvereine durchführen. Auch daran soll hier dankend erinnert werden.

60-jähriges Vereinsjubiläum

Das 60-jährige Vereinsjubiläum stand natürlich ganz im Zeichen der Einweihung des neuen Sportstadions und war getragen von der Freude über diese großartige Anlage, die seither immer wieder bei Besuchern aus nah und fern bewundert wird.
Beim Jubiläum war der Zweitbundesligist SC Freiburg zu Gast. Ein Fallschirmzielspringen fand statt. Begeisterung weckte bei den ca. 3000 Besuchern die Darbietung der "Handtuchparade" der Schüler- und Jugendgruppen der Turnabteilung ebenso wie der Auftritt "Fitness nach Noten", bei dem etwa 130 Damen der Vereinsgymnastikgruppen für eine großartige Gemeinschafts-Show wahre Beifallsstürme ernteten.

Gründung der Badmintonabteilung

Im Jahre 1986 folgte mit Badminton die letzte der Abteilungsgründungen. Erneut wurde bewiesen, dass beliebte Sportarten im Verein eine Heimat finden können.

Beregnungsanlage auf dem Tennenplatz

Vereinsseitig wurde 1989 auf dem größeren der beiden Tennenplätze eine Beregnungsanlage eingebaut, um auch während der trockenen Sommerzeit darauf spielen zu können.

Radsport

Über Jahre hinweg fanden immer mehr Sportler des SVK - insbesondere Aktive der Skiabteilung - Freude am Radsport. Bei der neuen Disziplin "Mountain-Bike" fand dies besonderen Ausdruck.

Deutsche Mountain-Bike Meisterschaften

Nachdem sich die Skiabteilung bei verschiedenen Radtouristikveranstaltungen als Ausrichter bewährte bedeutete die Vergabe der 1. Deutschen Mountain-Bike-Meisterschaft 1990 für Kirchzarten einen sportlichen Höhepunkt. Erstmals fanden damit in Kirchzarten Deutsche Meisterschaften statt. Dieses großartige Ereignis - am Finaltag getragen von einer Woge 10.000 begeisterter Zuschauer - fand bei vielen aktiven Teilnehmern durch folgende Aussage entsprechend Würdigung: "Das waren die schönsten Meisterschaften, an denen wir je teilgenommen haben". Für die Veranstalter bedeuteten die Deutsche Meisterschaften durch Jürgen Sprich und die Deutsche Vizemeisterschaft durch Jürgen Eckmann die Krönung dieses herrlichen "Sportfestes".

Uwe Seeler-Traditionself in Kirchzarten

Auch der Fußball erlebte 1990 wieder einen sportlichen Höhepunkt. Beim Gastspiel der Uwe-Seeler-Traditionself gegen eine Dreisamtalauswahl waren mit Paul Breitner, Wolfgang Overath, Bernd Hölzenbein, Klaus Fischer, Bernd Förster und anderen renommierten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs in Kirchzarten und erfreuten 3000 begeisterte Zuschauer.

Mountain-Bike-Weltcup

Für die Vorstandsgremien des Bundes Deutscher Radfahrer war die glänzende Resonanz der Deutschen Mountain-Bike-Meisterschaften Veranlassung, dem SV Kirchzarten die Durchführung eines Mountain-Bike-Weltcups für das Jahr 1992 zu übertragen. Acht Monate intensiver Planung und Vorbereitung mit Verhandlungen, Gesprächen und Genehmigungsverfahren waren erforderlich, um die Veranstaltung zu dem zu machen, was sie letztlich wurde: das größte Sportereignis, das Kirchzarten bis dahin erlebte. 380 Teilnehmer, 250 ehrenamtliche Helfer und 15.000 begeisterte Zuschauer sollen nicht nur statistische Zahlen darstellen, sondern den riesigen Umfang dieses sportlichen Spektakels unterstreichen. Die nationale und noch mehr die internationale Presse sowie verschiedene TV-Stationen erklärten den Mountain-Bike-Weltcup in Kirchzarten zur best gelungenen aller bis zu diesem Zeitpunkt ausgetragenen Veranstaltungen dieser Art.

Jugendvorstand - Jugendordnung

Im Jahre 1992 wurde für den Gesamtverein ein Jugendvorstand mit Peter Schittenhelm als Jugendleiter gewählt. Die Jugendordnung wurde Bestandteil der Vereinssatzung.

Ski- und Radsportabteilung

Skifahren im Winter und Rad- insbesondere Mountain-Bikefahren im Sommer stellen eine sinnvolle Ergänzung dar. Was lag da näher, als diese beiden Sportarten in einer Abteilung zu vereinen. Die Gründung einer Radsportabteilung war illusorisch geworden. So wurde die Skiabteilung 1993 zur Ski- und Radsportabteilung umbenannt.

Schwimm- und Triathlonabteilung

Die Zusammenführung von zwei Sportarten bewährte sich auch bei einem anderen Duo. Die Triathleten - bisher eine Gruppe der Leichtathletikabteilung - taten sich mit der Schwimmabteilung zusammen und sehen seit 1995 als Schwimm- und Triathlonabteilung einer hoffnungsvollen Entwicklung entgegen.

Sanierung des Umkleidegebäudes und der Eingangshalle

Wieder einmal musste sich der Sportverein Kirchzarten im Jahre 1995 neben den sportlichen Aufgaben einer umfangreichen Baumaßnahme zuwenden. das Umkleidegebäude des Stadions wurde völlig saniert und mit einem neuen Dach versehen. Auch die Eingangshalle wurde neu überdacht. Besondere Erwähnung verdient die Entscheidung des Gemeinderates, die Energieversorgung für das Verbrauchswasser des Sanitärgebäudes mit Hilfe einer Solaranlage zu gewährleisten.
Der Verein erbrachte, wie bei vielen früheren Baulichkeiten, erneut einen beachtlichen Umfang an Eigenleistungen, die sich diesmal auf ca. 60.000,- DM bezifferten.

Mountain-Bike-Weltmeisterschaft

1995 - eine Weltmeisterschaft in Kirchzarten! Wer hätte dies jemals für möglich gehalten. Nach der Deutschen Mountain-Bike-Meisterschaft und dem Weltcup bedeutete dies nochmals eine Steigerung, und zwar in gewaltige Dimensionen. Es muss gesagt werden, dass nicht der Sportverein Kirchzarten Veranstalter war, sondern ein eigens für diese Weltmeisterschaft gegründeter Verein, in dessen Präsidium die Vertreter der Ski- und Radsportabteilung ganz maßgeblich richtungweisend wirkten.

Wie wertvoll ein intakter Gesamtverein ist, zeigte sich bei dieser Großveranstaltung einmal mehr darin, dass die Ski- und Radsportabteilung beruhigt auf alle anderen Abteilungen zurückgreifen und sich damit der Mithilfe vieler Hundert Sportler des SVK sicher sein konnte. Im Organisationskomitee und in 16 Kommissionen wurde monatelang alles bis zur Perfektion ausgearbeitet. Die Mühen lohnten sich. Die Weltmeisterschaft wurde ein prächtiges Ereignis.
Es war in Wirklichkeit ein einziges Fest, angefangen von der stimmungsvollen Eröffnungsfeier bis zu den spannenden Finaltagen. Die Begeisterung der vielen Tausend Besucher an den Rennstrecken (Cross Country und Downhill) war nicht zu übertreffen. Die rund 50 Nationalmannschaften aus aller Welt waren fasziniert von der Atmosphäre. Nicht genug konnten die Mannschaftsführer aller Teams immer wieder ihre Zufriedenheit und ihren Dank zum Ausdruck bringen.
Es ist keineswegs überheblich, wenn man aufgrund der nationalen Medienresonanz feststellt, dass in der gesamten südbadischen Raumschaft nie zuvor ein sportliches Großereignis von so vielen begeisterten Zuschauern miterlebt und mit soviel Lob und Anerkennung bedacht wurde wie diese Mountain-Bike-Weltmeisterschaft in Kirchzarten. Allen die zum guten Gelingen beigetragen haben, gebührt herzlicher Dank. Vor allem auch den Hunderten von Helfern aus Vereinen und Gruppen außerhalb des Sportvereins Kirchzarten.
Walter Hasper und Erhard "Toni" Eckmann müssen ob ihres weit über das zumutbare Maß hinausgehenden Einsatzes besondere Erwähnung finden.
Die Mountain-Bike-Weltmeisterschaft in Kirchzarten war ein sportliches Ereignis, das vielen lange, lange Zeit in Erinnerung bleiben.

Schaffung eines Vereinsraumes

Seit langem sehnt sich der Sportverein Kirchzarten nach einem Vereinsraum, der vor allem der Jugend Zusammenkünfte ermöglicht und den vielen Vereinsabteilungen und Gruppen für Versammlungen und Besprechungen zur Verfügung steht. Nachdem sich die Notwendigkeit einer Sanierung des Flachdaches über den Wohntrakt abzeichnete, ging der Sportverein mit der Bitte auf die Gemeinde zu, dieses Gebäude aufzustocken und mit einem neuen Dach zu versehen. Damit wäre der notwendige Vereinsraum geschaffen.
Nach umsichtigen Planungen des Bauamtes der Gemeinde (ein herzliches Dankeschön Herrn Egon Brender) und eingehenden Beratungen der Ausschüsse stimmte der Gemeinderat dem Anliegen des Sportvereins zu. Dieser erklärte sich auch diesmal seine Bereitschaft, die Baukosten durch einen hohen Anteil an Eigenleistungen mitzutragen und daneben den Innenausbau und die Innenausstattung finanziell alleine zu übernehmen.
Der Gemeinderat brachte durch die Zustimmung zum Bauvorhaben seine Anerkennung für eine erfolgreiche Vereinsarbeit des SVK zum Ausdruck, und der Sportverein ließ deutlich die Absicht erkennen, auch in Zukunft gute Voraussetzungen für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung vor allem für die Jugend der Gemeinde Kirchzarten zu schaffen.

Entnommen aus der Vereinschronik des SV Kirchzarten
zum 75-jährigen Bestehen im Jahre 1997

 

SVK Info



 

Login Form






Passwort vergessen?