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Theater 2014 - Badische-Zeitung Drucken E-Mail
Freitag, 10. Januar 2014
Badische-Zeitung vom 10.01.2014
Hermine lässt sich nichts entgehen
"Oma blickt durch" auf der Bühne des Kurhauses in Kirchzarten.
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Der Sportverein Kirchzarten ist, wie viele wissen, sportlich gesehen sehr breit aufgestellt und hat auch in der einen oder anderen Sparte Sportler in seinen Reihen, die auf Bundesebene auf die Gemeinde im Dreisamtal aufmerksam machen. Man vermutet es daher kaum, dass sich der Sportverein auch in einem völlig anderen Genre über die Jahre hinweg einen Namen gemacht hat – nämlich in der Schauspielkunst.
Seit mehr als 65 Jahren schon gibt es die Schauspielgruppe, die immer wieder aufs Neue unzählige Besucher zum Lachen bringt. Seit sechs Jahren führt Martin Bräutigam Regie und tut dies in bemerkenswerter Weise. Seine Akteure auf der Bühne haben sichtlich Spaß, und das überträgt sich auch auf das Publikum.

Am Sonntagabend war es dann wieder soweit: Die erste von zwei Aufführungen fand im Kirchzartener Kurhaus statt, wo nur noch wenige freie Plätze zu bekommen waren. Der Titel des Stücks lautete "Oma blickt durch". Und hierbei ist bereits die erste äußerst gelungene Besetzung zu erwähnen: die herzensgute, aber genauso auch resolute Hermine Schlotterbeck, von allen nur "Oma" genannt, wurde von Karola Engesser verkörpert. Es war einfach nur köstlich, sie bei ihren kriminalistischen Aktivitäten zu beobachten. Mal lauschte sie unter der Sofadecke, mal setzte sie ihre Späher und Informanten ein, um kurz darauf ihrem Schwiegersohn die Leviten zu lesen. Der witzigste Moment war sicherlich der, bei dem sie – von der Sau überrannt – ohne Zähne und mit Stroh überhäuft in die "gute Stube" zurückkehrte.

Wunderbar agierten auch die Magd Johanna und der Knecht Florian. Heidi Mühl und Winnie Trenkle brillierten in ihren Rollen und sorgten quasi bei jedem Erscheinen auf der Bühne für Lachsalven des Publikums. Besonders Winnie Trenkle spielte seine Rolle als verängstigter Knecht, der lieber in der Küche als im Stall steht, der kein Blut sehen kann und deshalb nicht bei der Geburt des Kälbchens dabei sein kann, einfach phantastisch. Das entsprechende Pendant war die Magd, die nicht schnell genug die Sau wieder einfangen, im Wald mit der Motorsäge Bäume fällen und die Kälbchen zur Welt bringen wollte.

Eigentlich kann und muss man jeden Akteur auf der Bühne erwähnen. Martin Zipfel spielte den Großbauer Alfons Krauthuber, Michael Hug dessen Sohn und Anja Schlegel wiederum die Freundin des Jungbauern. Ganz schön dem Schnaps zugeneigt waren Karl-Heinz Beck als Freund des Großbauern und Martin Bräutigam als Pfarrer Gabriel. Wie sie die leicht bis stark Angetrunkenen spielten, war schon Theaterkunst auf höchstem Niveau. Und die Köchin des Pfarrers, gespielt von Claudia Hug, tat ihr übriges dazu bei, dass immer wieder Lacher aus dem Publikum kamen.

Alle neun Akteure bildeten eine Truppe, die gute Textsicherheit, schlüssige Choreografie, Spontanität und Spielfreude auf einen Nenner brachte. Werner Zängerle sorgte für den perfekten Ton und das richtige Licht, das Haarstudio "Eliane" hatte sich der Maske angenommen und verhalf den Akteuren auf der Bühne zu teils echt schrägen Outfits. Die Souffleusen Helena Fuss und Conny Bräutigam hatten meist nicht viel zu tun, waren aber in manchen Szenen eine wichtige Rückversicherung für die Theaterleute. Am Ende waren sich die Zuschauer einig: Es war wieder einmal ein total lustiger und schöner Abend.

Info: Wer beim ersten Termin nicht dabei sein konnte, der hat jetzt am Samstag, 11. Januar, nochmals die Gelegenheit. Um 20 Uhr spielen die neun Schauspieler des SV Kirchzarten im Kurhaus erneut das Stück "Oma blickt durch". Karten gibt es im Vorverkauf oder an der Abendkasse.

Badische-Zeitung vom 10.01.2014
 

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