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Theater 2013 Drucken E-Mail
Montag, 14. Januar 2013
Von nichtsnutzigen Herrn und dauermotzenden Damen
Bei der Aufführung des Schwanks "Ruhestand – und plötzlich war die Ruhe weg" hatten die Darsteller die Lacher auf ihrer Seite.

 
Zwar nicht auf den Brettern, die die Welt bedeuten, dafür aber mit einer schauspielerischen Leistung von Format überzeugte die Laientheatergruppe des SV Kirchzarten bei der Premierenvorstellu ng des Schwanks "Ruhestand – und plötzlich war die Ruhe weg" auf der Bühne des Kurhauses. Die alltagsnahe Story dürfte so manchen der über 300 Zuschauer scherzhaft an die eigenen vier Wände erinnert haben. 
Knapp sieben Monate nach Auswahl des Stücks erblickte das fünfte Schauspiel von Regisseur Martin Bräutigam am Samstag das Licht der Scheinwerfer. "Ich habe insgesamt knapp vierzig Stücke probe gelesen und denke, dass ich mit dieser Komödie die Mehrheit des Publikums ansprechen konnte", vermutete Bräutigam.

Einen ähnlichen Volltreffer landete der Inszenator beim Casting der Schauspieler. Diese unterschieden sich gewiss nur minimal von den Besetzungen der vergangenen Jahre, blühten jedoch allesamt in ihren jeweiligen Rollen geradezu auf.

So brauchte Hausfrau Therese Klein (gespielt von Heidi Mühl) wahrlich Nerven aus Stahl als ihr Gatte Julius (ortsbekannt unter dem Pseudonym Karl-Heinz Beck) nach 43 Jahren und 5 Monaten in den Ruhestand verabschiedet wird. Noch geprägt vom Firmenalltag, möchte der Ehemann nun sowohl das Haus als auch seine Frau von Grund auf "updaten" und versetzt damit Familie und Nachbarschaft in Aufruhr. Teambuildingsmaßnahmen, Businesspläne und Brainstorming zur Mittagsessensfindung werden zum Alltag. Vom handwerklichen Talent völlig befreit, scheitern darüber hinaus jegliche Versuche des Hausherren und dessen Kollegen, die Wohnstube neu zu tapezieren und eine Kellertüre zu reparieren.

In breitestem Alemannisch erinnert das Szenario ein wenig an den ganz normalen Wahnsinn à la "Familie Heinz Becker" aus dem Fernsehen. Auf "grusige" Art und Weise spitzt sich nach und nach das Zusammenspiel zwischen den nichtsnutzigen Herren und den dauermotzenden Damen zum dritten Akt hin zu, um schließlich in einer verkehrten Welt im Wilden Westen zu enden.

Beim ersten kulturellen Highlight des Jahres kam somit dem Begriff des "Laien" lediglich eine Statistenrolle zu. Lachsalven und köstlichste Unterhaltung mit einer Prise Lokalkolorit prägten den Abend.

Badische Zeitung vom 10.01.2013 - Roman Kiener

 

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