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Montag, 6. Mai 2013
Badische-Zeitung vom 04.05.2013
SV Kirchzarten öffnet Fenster für den Breitensport
Jahreshauptversammlung befasst sich mit Entwurf für den geplanten Bau eines Sportvereinszentrums an der Oberrieder Straße.

svz_modell1.jpgMit der Errichtung eines modernen Sportzentrums will sich der Sportverein Kirchzarten verstärkt dem Breitensport öffnen. In der Jahreshauptversammlung, die vor wenigen Tagen im Kurhaus stattfand, wurden die Mitglieder über den aktuellen Stand des Projekts informiert.
Frank Rosenkranz und Christian Kaindl übernahmen für den Vorstand die Aufgabe, Details über das angestrebte Sportvereinszentrum an der Oberrieder Straße zu erläutern.

Der an diesem Abend vorgestellte Entwurf sieht im Untergeschoss eine teilbare Mehrfunktionshalle, einen Kraftraum für Jugendliche, Umkleiden sowie Kapazitäten für Lager, Technik und Archiv vor. Im Erdgeschoss sind neben Rezeption, Bistro, Vereinsgeschäftsstelle und einem Besprechungsraum auch eine acht Meter hohe Kletterwand sowie Flächen für Fitnessgeräte eingeplant. Ein Gymnastikraum, Stellplätze für weitere Fitnessgeräte sowie ein großzügiger Wellnessbereich mit finnischer und Biosauna ist für das Obergeschoss angedacht. Für das Dach ist eine Terrasse mit geschützter Ruhezone, die über den darunter liegenden Wellnessbereich erreicht wird, geplant. "Mit Ausblick auf das Oberrieder Tal und zum Toten Mann", wie Rosenkranz schwärmte.

Die Höhe der Gesamtinvestition wird von Seiten des Vereins derzeit auf 3,9 Millionen Euro beziffert. Eine Förderzusage vom Badischen Sportbund in Höhe von knapp 400 000 Euro liegt vor. Finanziert werden soll das Projekt ausschließlich über Fremdkapital von Banken. Mit eingebunden werden soll die Gemeinde Kirchzarten als Grundstückseigentümerin und mit der Bereitschaft, eine Ausfallbürgschaft zu leisten. Eigenkapital des Sportvereins werde nicht eingesetzt.

"Für die Abteilungen wird das Projekt keine Nachteile haben", versicherte Rosenkranz. Auf eine entsprechende Frage wies er darauf hin, dass die Höhe des Monatsbeitrags zur Nutzung der Räumlichkeiten "auf jeden Fall unter 50 Euro" liegen werde. Kinderbetreuung für sporttreibende Eltern, die Forderung nach spezifischen Angeboten für Senioren sowie Kooperationen mit benachbarten Vereinen waren Anregungen in der Aussprache. Bedenken oder Widerspruch gegen das ambitionierte Millionenprojekt wurde an diesem Abend nicht artikuliert.

Eine stetig wachsende Nachfrage nach Angeboten im Gesundheits- und Breitensport sowie der demografische Wandel sind einige der Gründe, die den Sportverein Kirchzarten bewogen haben, die Verwirklichung eines eigenen Sportzentrums anzugehen. "Viele Menschen wollen zwar im Alter keinen Leistungssport mehr betreiben, aber weiterhin sportlich aktiv bleiben", so Kaindl. Rückhalt für ihr Vorhaben erhalten die Vereinsverantwortlichen durch eine Machbarkeitsstudie, die dem Projekt eine positive Entwicklung prognostiziert.
Die endgültige Entscheidung über den Bau des Vereinssportzentrums soll noch in diesem Jahr auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung fallen.


Badische-Zeitung vom 04.05.2013 - Andreas Peikert




Badische Zeitung vom 26.10.2012

Idee eines Vereinszentrums kommt in Schwung
Gemeinderat befürwortet Pläne des SV Kirchzarten grundsätzlich, fordert aber stimmigen Wirtschaftsplan und eine Mitgliederbefragung.


Noch handelt es sich um eine Vision. Die Realisierung ist jedoch ein gutes Stück näher gerückt. Der Gemeinderat stellte sich in öffentlicher Sitzung mit einstimmigem Beschluss hinter die Planungsabsichten des SV Kirchzarten für den Bau eines Vereinszentrums auf dem Gelände an der Oberrieder Straße, macht seine Zustimmung aber abhängig von der Vorlage eines Wirtschaftsplanes und dem Ergebnis einer Befragung unter den Vereinsmitgliedern.

DIE VORGESCHICHTE

Der SV Kirchzarten (SVK), einer der mitgliederstärksten Sportvereine in Südbaden, sieht die Vereinslandschaft in Deutschland einem Wandel unterzogen. Um mit den gesellschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten, sucht der SVK nach Antworten, wie er als Verein weiter attraktiv und lebendig bleiben kann. Die Motive für eine sportliche Betätigung hätten sich seit einigen Jahren vom Leistungssport hin zum Breiten- und Gesundheitssport verschoben. Flexible und individuelle Sportmöglichkeiten seien gefragt. Die Vereine hätten immer ältere Mitglieder, des Weiteren habe sich der Bedarf an Angeboten in den Bereichen Behindertensport und Sport nach Krankheiten sowie nach Präventionsangeboten erhöht. Damit einher gehe auch der Anspruch an die Qualität der Sportstätten. Um diesem Wandel gerecht zu werden, sei im SVK die "Vision vom Sportvereinszentrum" entstanden. Dahinter stehe die Idee, einzelne Vereinsbereiche räumlich und sozial wieder zusammenzuführen. Ein solcher Vereinsmittelpunkt fördere soziale Kontakte zwischen allen Alters- und Sportgruppen und böte dem Einzelnen eine individuelle Trainings- und Bewegungsmöglichkeit. Als Beispiele nennt der SVK Kinderbewegungslandschaften, Gymnastikräume, Fitnessbereiche, Seminarräume und einen kommunikativen Treffpunkt für die Vereinsmitglieder.

WEITERES VORGEHEN


Bürgermeister Andreas Hall stellte sich hinter die Pläne für ein Sportvereinszentrum, in dem auch die SVK-Geschäftsstelle untergebracht werden könnte. Viele Vereine im württembergischen Landesteil hätten bereits solche Einrichtungen, auch die Freiburger Turnerschaft gehe mit gutem Beispiel voran. Die Planung sei als Baustein eines Gesamtkonzeptes zur Erneuerung der Sportanlagen zu sehen (die BZ berichtete). Für das Sportvereinszentrum, das mit rund drei Millionen veranschlagt sei, käme der jetzige Hartplatz als Standort in Betracht. Nach den Worten des Bürgermeisters müsste der SVK die Finanzierung selbst schultern. Die Gemeinde würde mit einer Ausfallbürgschaft unter die Arme greifen. Hall bezeichnete das angestrebte Projekt als einen "Gewinn für Kirchzarten und das gesamte Dreisamtal". Den Vorwurf einer Wettbewerbsverzehrung durch eine Konkurrenzsituation für kommerzielle Anbieter wollte der Rathauschef nicht gelten lassen, da es sich bei dem Angebot um eine Ergänzung handle und außerdem die Vereinsmitgliedschaft vorausgesetzt werde.
Die Leiterin des Bauamtes, Sabine Mertes, zeigte den Weg für das baurechtliche Verfahren auf und empfahl ein "schlankes Planungsinstrument anstelle eines Bebauungsplanes". Mertes denkt dabei an das Verfahren zur Aufstellung einer Innenbereichssatzung für das Sportgelände. Für ein neues Gebäude fehle die planerische Rechtsgrundlage, das Sportgelände sei aber im Flächennutzungsplan entsprechend dargestellt.

DER GEMEINDERAT

Der Gemeinderat begrüßte mit einstimmigem Votum das Vorhaben des SV Kirchzarten. Peter Meybrunn (SPD) sprach gar von einem "neuen Leuchtturm für den SVK mit der Chance, den Vereinssport in Kirchzarten entscheidend zu verbessern". Auch die anderen Ratsfraktionen stellten sich hinter seinen Antrag, die Beschlüsse unter Vorbehalt zu fassen. So solle die Gemeinde vom SVK einen "stimmigen Wirtschaftsplan" und ein Mitgliedervotum zum Bau eines Sportvereinszentrums einfordern. Um die Akzeptanz zu prüfen, sollten die Mitglieder außerdem die Bereitschaft zum Beitritt zu einer neuen Abteilung SVZ(entrum) bekunden.
Für die CDU begrüßte Walter Rombach die Initiative des SVK, sich "neuen Trends im Sport zu öffnen". Viele offene Fragen müssten noch geklärt werden, auch die Haftungsfrage der Mitglieder. Dies sollte den Gemeinderat aber nicht daran hindern, eine Ausfallbürgerschaft zu übernehmen und das Grundstück bereitzustellen. Harald Schauenberg (FWG) beglückwünschte den SVK zu seinem Mut, unternehmerische Aufgaben anzupacken, um den Verein erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das geplante Sportvereinszentrum werde "weit mehr sein als ein profanes Fitnesscenter," so Barbara Schweier (Grüne). "Jedoch muss die Euphorie des Vorstandes von den Mitgliedern des SVK mitgetragen werden."

Badische Zeitung vom 26.10.2012 - Markus Donner




Dreisamtäler vom 17.10.2012

Zukunftsorientiertes Projekt
Sportzentrum des SV Kirchzarten ist nur mit Gemeindebürgschaft realisierbar

ikps.jpgDie Sportanlage in der Oberrieder Straße ist schon lange sanierungsbedürftig. Die durch Schul- und Vereinssport genutzte Anlage soll aber nicht nur grundlegend saniert, sondern auch modernisiert werden.

Hierzu gibt es von Seiten des Sportvereins Kirchzarten (SVK) seit längerem Überlegungen zu einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung, die unter anderem den Bau eines Sportvereinszentrums vorsehen. Da der Verein das im badischen Landesteil bisher einmalige Projekt nur mit Hilfe der Gemeinde verwirklichen könnte, fanden seit dem Frühjahr Gespräche im Rahmen einer kooperativen Planungsgruppe statt. Vertreter der Gemeinde, des SV Kirchzarten, der Schulen und des „Instituts für kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps)“ Stuttgart erarbeiteten in mehreren Sitzungen ein Entwicklungskonzept, welches in der letzten Gemeinderatssitzung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Im Laufe der drei Sitzungen und Workshops kristallisierten sich die verschiedenen Bedürfnisse und Anforderungen, die das Projekt erfüllen soll, klar heraus. Dabei kristallisierte sich als idealer Standort für ein mögliches Sportzentrum klar der bestehende kleine Hartplatz in der Oberrieder Straße heraus.

Angedacht ist ein mehrgeschossiger Bau mit Tiefgarage und weiteren Parkmöglichkeiten auf der anderen Seite der Straße. Der geplante Bau soll einen umfangreichen Fitnessgerätebereich und Mehrzweckräume für verschiedene Kursangebote enthalten. Außerdem ist ein Verwaltungsbereich mit Seminar- und Büroräumen, sowie ein Kommunikationsbereich mit Bistro oder Bar vorgesehen.

Neben dem Bau des Vereinszentrums soll der südlich gelegene Tennenplatz in einen Kunstrasenplatz verwandelt und die Leichtathletikanlagen saniert werden. Hierzu gehören die Erneuerung der Laufbahn und der Stabhochsprunganlage sowie die Errichtung eines Diskuswurfnetzes. Der Umkleidetrakt soll ebenfalls saniert und modernisiert werden und auf dem Schulhof des angrenzenden Schulzentrums sollen Bewegungsanregungen für die Schüler wie Klettermöglichkeiten oder eine fest installierte Slagline geschaffen werden.

Die Errichtung des geplanten Sportzentrums ist primär Sache des SV Kirchzarten. Jedoch kann das Projekt nur verwirklicht werden, wenn die Gemeinde bereit ist, das Grundstück zur Verfügung zu stellen. Zudem wird der Sportverein, der mangels Eigenkapitals auf Kredite angewiesen ist, diese nur dann erhalten, wenn die Gemeinde eine sogenannte Ausfallbürgschaft eingeht. Um hierüber zu entscheiden, sind laut Bürgermeister Andreas Hall weitere Informationen und Gespräche mit dem Vorstand des SV Kirchzarten und den Verantwortlichen des Landkreises notwendig. Jedoch, so Andreas Hall, rechne er damit, dass „noch in diesem Jahr im Gemeinderat über das Sportzentrum entschieden wird“.


Dreisamtäler vom 17.10.2012 - AS.



Badische Zeitung vom 27.09.2012
Ein ambitioniertes Projekt
Der Sportverein Kirchzarten möchte mit Hilfe der Gemeinde ein Sportzentrum errichten.

Der Sportverein Kirchzarten (SVK) kann einen Etappensieg auf dem Weg zu einem kommunalen Sportzentrum verbuchen (BZ berichtete). Nachdem seit Frühjahr hinter verschlossener Tür beraten wurde, erfuhr die Öffentlichkeit am Dienstagabend von offizieller Seite erstmals Details über das ambitionierte Millionenprojekt.

Das vom Gemeinderat jetzt gebilligte Positionspapier lässt erkennen, dass der Verein auf eine Ausfallbürgschaft der Kommune angewiesen sein wird. Nach einer ersten Kostenschätzung werden die Aufwendungen für den Bau des Vereinszentrums auf rund drei Millionen Euro beziffert. Mangels Eigenkapital beabsichtigen die Verantwortlichen, ihr Vorhaben durch Kredite zu finanzieren. Allerdings sei dies nur möglich, wenn die Gemeinde sich bereit erklärt, eine Ausfallbürgschaft zu übernehmen. Über die Höhe der Absicherung könne, so die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Gemeinderat, derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Die rechtliche Zulässigkeit kommunaler Bürgerschaften für solche Einrichtungen bestätigte das Regierungspräsidium Stuttgart vor einem Jahr. Ausgeschlossen von Bürgschaften seien lediglich wirtschaftliche Geschäftszweige wie Restaurants und Bistros. Allerdings dürfe der Rahmen des gemeinnützigen Vereinszweckes nicht gesprengt werden.

Das Vorhaben wird über Kredite finanziert

Um verwertbare Aussagen über das im badischen Landesteil bisher einmalige Projekt zu erhalten, hatte der Gemeinderat das Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung mit Sitz in Stuttgart mit einer Analyse beauftragt. In mehreren Workshops mit Gemeinderäten, SVK-Vorstandsmitglieder, Vertretern der Schulen, des Tennisclubs und der Verwaltung wurde der konkrete Bedarf an Übungseinrichtungen ermittelt. Einstimmig verabschiedete die Planungsgruppe ein ganzes Bündel von Aufgaben, die im Rahmen eines noch zu beschließenden Entwicklungskonzepts realisiert werden sollen. Als idealer Standort für ein mehrgeschossiges Sportvereinszentrum kristallisierte sich nach reiflicher Überlegung der bestehende kleine Hartplatz an der Oberrieder Straße heraus. Neben einer Tiefgarage sollen weitere Parkmöglichkeiten auf einem gegenüberliegenden Grundstück geschaffen werden. Ferner ist die Umwandlung des südlich gelegenen Tennenplatzes in einen Kunststoffrasenplatz vorgesehen. Ebenfalls angedacht ist eine Sanierung und Modernisierung des in die Jahre gekommenen Umkleidetraktes einschließlich der sanitären Anlagen. Angestrebt wird auch eine Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen für die Leichtathleten im Stadion.

Vieles muss modernisiert und saniert werden

ikps.jpgDazu könnte eine Sanierung der Stabhochsprung-Anlage bei zeitgleicher Reduzierung des Weitsprungs auf drei Bahnen und die Verbesserung des Kugelstoßbereiches gehören. Eine Verkürzung des Rasenfeldspielfeldes um fünf Meter und die Etablierung eines fest installierten Netzes für die Diskus-Werfer gehört ebenfalls zum verabschiedeten Katalog für eine Verbesserung der Sportstätten. Im von den Gemeinderatsfraktionen gebilligten Positionspapier wird die Errichtung eines Sportvereinszentrums unter anderem auch aus sportsoziologischer Sicht beleuchtet. In Untersuchungen zum aktuellen Freizeitverhalten sei der Trend zum "eher unorganisierten und ungebundenen Sporttreiben" dokumentiert. Zudem werde in den kommenden Jahren eine wachsende Frage nach Kursangeboten sowie Angeboten im Gesundheits- und Rehabilitationsbereich erwartet. In der Sitzung des Gemeinderats schilderte Wolfgang Schabert vom Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung, wie ein Sportvereinszentrum an der Oberrieder Straße einmal aussehen könnte. Gymnastik-, Mehrzweck- und Sporträumen mit angeschlossenem Fitnessgeräte-Bereich und Büros für die Verwaltung sind dabei ebenso vorgesehen wie ein moderner Kommunikationsbereich mit Bistro oder Bar. Zusätzliche Attraktionen wie eine auf Kinder zugeschnittene Bewegungslandschaft, eine Kletterwand, Wellness mit Sauna sowie die Etablierung einer Physiotherapie-Praxis sind weitere Optionen.

Bürgermeister Andreas Hall ließ anklingen, dass nach weiteren Gesprächen mit den Verantwortlichen des SVK und dem Landkreis, dem ein Teil des in Frage kommenden Grundstücks gehört, eine "zeitnahe Verwirklichung" beabsichtigt sei. "Es war ein Schritt nach vorne. Vorhandene Bedenken konnten zerstreut werden", so der Rathaus-Chef.

Behörde schließt Gefährdung kommerzieller Fitnesscenter aus

Eine Überschneidung mit dem Angebot bestehender Anbieter befürchtet allerdings Stephan Olefs von Reha-Fitness Sporbeck. "Alle Praxen und Hotels mit angeschlossener Physiotherapie und Gerätetraining sind davon betroffen", so Olefs. Eine Ungleichbehandlung entstehe, da Sportvereinszentren in der Regel von den Kommunen sowohl Grundstücke als auch die zur Finanzierung notwendigen kommunalen Bürgschaften zur Verfügung gestellt bekommen. "Gewerbliche Anbieter können nicht auf solche Vergünstigungen setzen. Sie sind gezwungen, den Kauf ihrer Grundstücke sowie alle Betriebskosten ohne Hilfe zu erwirtschaften". Die Behörde kam jedoch zu dem Ergebnis, dass eine Gefährdung bestehender kommerzieller Fitnesscenter ausgeschlossen werden kann.


Badische Zeitung vom 27.09.2012 - Andreas Peikert


Dreisamtäler vom 29.08.2012
Den SVK mit Sportvereinszentrum attraktiver machen
Demografischer Wandel und steigendes Fitnessbedürfnis führen beim SV Kirchzarten zu interessanten Planungen

Die Situationsanalyse des Vorstandes vom Sportverein Kirchzarten (SVK) ist deutlich: Sowohl bei den sportlichen Aktivitäten als auch bei den Verwaltungs- und Lagerräumen ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Der inzwischen übliche Ganztagsunterricht in den Schulen ermöglicht die Hallennutzung erst nach 17:30 Uhr. Platz, um sportliche Kursangebote zu erweitern oder gar neue Projekte im Gesundheitssport, Fitnessbereich oder der betrieblichen Gesundheitsförderung anzustoßen, ist Mangelware. Dabei wachsen die Herausforderungen an den SVK: die Menschen werden älter und bleiben dabei länger fit und sportlich aktiv, die individuellen Wünsche nach Fitness- und Gesundheitssportangeboten steigen. Gleichzeitig möchte der SVK seine Mitglieder mit attraktiven Programmen binden, neue Angebote im Rehabilitationssport schaffen und die Kooperation mit Vereinen, Schulen und Betrieben erweitern.

Als ideale Lösung erscheint den SVK-Verantwortlichen jetzt die Schaffung eines „Sportvereinszentrum Kirchzarten“. Diese im Württembergischen Landessportbund bereits 37mal erprobte Idee würde nach Meinung von Jürgen Friedmann, SVK-Vorstand Organisation viel bringen: „Wir schaffen einen Vereinsmittelpunkt und bekommen neue Räume für neue Angebote.“ Und Geschäftsführer Christian Kaindl e rgänzt: „ Das neue Zentrum ermöglicht individuelle Trainings- und Bewegungsmöglichkeiten für Mitglieder aller Altersschichten.“ In Südbaden käme dem SVK außerdem eine Vorreiterrolle zu. Das Sportvereinszentrum sollte neue Gymnastik- und Mehrzweckräume sowie Platz für Fitnessgeräte schaffen. Ein Kommunikationsbereich mit kleiner Bistro-Bar und Aufenthaltsraum fördere das Vereinsleben und die Verwaltung erhielte eine zweckmäßige Geschäftsstelle mit Seminarraum. Hinzu kämen der Umkleidebereich und sanitäre Anlagen, die mit Wellnessbereich und Sauna erweitert werden könnten. Aber auch Kinder-Bewegungslandschaft oder Kletterwand seien möglich. Bei einer Exkursion zu auch wirtschaftlich erfolgreich arbeitenden Zentren im Schwäbischen konnten sich der SVK-Vorstand und Gemeinderäte von der Ernsthaftigkeit der SVKIdee überzeugen.

Friedmann und Kaindl, die gemeinsam mit einer SVK-Projektgruppe die Planungen voranbringen, sehen im Projekt viele Chancen: „Unser Verein wird moderner und investiert in die Zukunft. Wir schaffen mehr Sportraum für ein breiteres Angebot und steigern unsere Qualität. Unsere Ehrenamtlichen werden entlastet und neue Arbeitsplätze geschaffen. Neben der Gewinnung neuer Mitglieder ist das Zentrum Grundlage für neue Möglichkeiten wie Rehasport oder Kindersportschule.“ Und auch für die Zusammenarbeit mit Betrieben, Schulen, Krankenkassen oder dem Tourismus ergäben sich ganz neue Perspektiven.

Nachdem eine Marktanalyse der „Flowcon Unternehmensberatung“ ein „sehr hohes Potential“ feststellte und eine „ausdrückliche Empfehlung, ein Sportvereinszentrum für den Verein und den Ort zu errichten“ aussprach, laufen jetzt die ersten konkreten Standort- und Raumplanungen. Als geeigneterer Platz erscheint allen Projektplanern der kleinere Hartplatz an der Oberrieder Straße. Hier gäbe es genügend Fläche für einen Neubau mit Tiefgarage. Nachdem der Gemeinderat Kirchzarten Anfang des Jahres über die SVK-Ideen informiert wurde, die er – so Friedmann – „positiv aufgenommen hat“, wird es im September im Rat um den Standort und eine notwendige Bürgschaft gehen. Mögliche Bedenken privater Fitnesscenter-Betreiber wegen einer Bevorzugung des Vereins wurden bereits in Württemberg abgewiesen, da etwaige Gewinne aus dem Zentrum nur der gemeinnützigen Sportarbeit des Vereins zufl ießen und so den Ehrenamtlichen zugutekommen. Allerdings kann der SV Kirchzarten die Eigenfi nanzierung von rund 2,5 Mio. Euro nur stemmen, wenn die Gemeinde nach einer fundierten Wirtschaftlichkeitsanalyse eine entsprechende Bürgschaft übernimmt. Wenn alles gut geht, hofft der SVK auf den ersten Spatenstich Mitte 2013 und die Einweihung im Herbst 2014.

Dreisamtäler vom 29.08.2012 - Gerd Lück


Badische-Zeitung vom 17.07.2012
SV Kirchzarten möchte eigenes Sportzentrum errichten


Eine sportliche Zukunftsvision hat der SV Kirchzarten entwickelt: Der Verein möchte in ein eigenes Sportzentrum investieren. Die Kosten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro.
Steigende Lebenserwartung bei gleichzeitigem Geburtenrückgang stellt auch die Sportvereine vor neue Herausforderungen. Der SV Kirchzarten (SVK) reagiert auf den demografischen Wandel mit der Planung eines modernen Sportzentrums. Ob das bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutierte Vorhaben realisiert werden kann, hängt vom Gemeinderat ab. Nach den Sommerferien wird in öffentlicher Sitzung darüber beraten.
Mit derzeit 3125 Mitgliedern zählt der SVK zu den fünf größten Sportvereinen des Badischen Sportbundes. "Wichtig ist, für unsere Mitglieder attraktiv zu bleiben", sagt Christian Kaindl, der sich seit drei Jahren als hauptamtlicher Geschäftsführer um die administrativen Aufgaben des Vereins kümmert. Mit der Frage, wie sich das Gesicht des Vereins in den kommenden Jahrzehnten verändern könnte, setzte sich der fünfköpfigen Vorstand in Gesprächen mit Experten auseinander. Herausgekommen ist der Beschluss, möglichst bald den Bau eines eigenen Sportvereinszentrums anzustreben. Mit dieser Entscheidung nimmt der SVK eine Vorreiterrolle im Südwesten ein. Bisher konnte sich noch kein Mitgliedsverein im Badischen Sportbund zu einem solchen Schritt durchringen.
Anders sieht es im württembergischen Teil des Landes aus. Dort gibt es mittlerweile 37 solcher Sportstätten. Rückenwind spüren die Verantwortlichen durch eine Besichtigung von bereits existierenden Einrichtungen in Besigheim und Rottenburg am Neckar. "Beide Einrichtungen schreiben mittlerweile schwarze Zahlen ", sagt Jürgen Friedmann, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands.
Einen wichtigen Grund für den Schritt in Richtung Vereinszentrum sehen die Verantwortlichen in den vergleichsweise bescheidenen Trainings- und Bewegungsmöglichkeiten, die Sportlern in Kirchzarten bisher zur Verfügung stehen. "Die Kapazitätsgrenze ist ausgeschöpft. Mehr geht nicht", stellt Beate Müller fest, die als einzige Frau im Vorstand mitmischt. Erfreulich sei, dass seit einem Jahr ein kleiner Gymnastikraum im Anbau des Stadions genutzt werden könne. "Überhaupt möglich sind dort erstmals Vormittagsangebote wie Pilates oder Yoga", erzählt Frank Rosenkranz, der sich im Vorstand vor allem um bauliche Verbesserungen der Sportstätten kümmert.

SVK rechnet mit Zuschüssen des Badischen Sportbundes


Da die Sporthallen wegen schulischer Aktivitäten erst ab dem späten Nachmittag genutzt werden können, profitiere jede Abteilung von einem neuen Sportzentrum, so Kaindl. Unter anderem wegen der Zunahme älterer Menschen und einer wachsenden Anzahl von Beschäftigten mit flexibler Arbeitszeit habe man sich für den Bau eines ganztags nutzbaren Zentrums entschieden. Da sich bisher weder Bürgermeister noch Gemeinderäte dazu geäußert haben, halten sich die Verantwortlichen des SVK mit der Nennung eines in Frage kommenden Standorts zurück. Friedmann geht von Gesamtinvestitionen in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro aus. Abgesehen von Zuschüssen durch den Sportbund sei die Finanzierung "einzig durch Vereinsmittel" vorgesehen. Die Rentabilität und das Potenzial einer solchen Einrichtung sei durch die Analyse eines unabhängigen Fachunternehmens bestätigt worden. Angedacht sind im neuen Zentrum Räume für Fitnessgeräte, Gesundheitssport, betriebliche Gesundheitsförderung, Kommunikations- und Verwaltungsbereiche, Wellness, Sauna, eine Kletterwand sowie eine Bewegungslandschaft für Kinder. Kooperationen mit der Volkshochschule, Schulen und Kindergärten, Firmen, Krankenkassen und dem Tourismusverein könnten das Vorhaben für zusätzliche Besuchergruppen interessant machen. Sollte der Gemeinderat im Herbst seine Zustimmung geben, ist der Verein zuversichtlich, im Frühjahr 2013 den ersten Spatenstich machen zu können.

Badische-Zeitung vom 17.07.2012 - Andreas Peikert
 

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